Friedensfreunde zum Antikriegstag

Am 1. September jährt sich der Angriff der Naziwehrmacht auf Polen mit dem der 2. Weltkrieg begann, zum 78. Mal.


Friedensfreunde Dülmen zum Antikriegstag

Am 1. September jährt sich der Angriff der Naziwehrmacht auf Polen mit dem der 2. Weltkrieg begann, zum 78. Mal. Zynisch verkündete Hitler, ab 5.45 Uhr werde zurückgeschossen, als hätte nicht er den Überfall befohlen.

 

Der Krieg ging von Deutschland aus und bedeutete für Millionen Menschen weltweit Tod, körperliche und seelische Verletzungen, den Verlust von Heimat, von Hab und Gut. Und der Krieg kehrte schließlich mit Bombenangriffen nach Deutschland zurück. Nach der Befreiung schworen am 8. Mai 1945 Viele, dass von deutschem Boden NIE WIEDER KRIEG ausgehen sollte. Jedoch wurden seitdem 129 Kriege begonnen und diese Liste ist sicher unvollständig.

 

Die Friedensfreunde Dülmen verbindet über die Grenzen von Religionen, Konfessionen und Parteien die Überzeugung, dass wir mehr als alles andere Frieden, Abrüstung und Entspannung brauchen – in unserer Stadt und auf der Welt. Wir haben unterschiedliche Vorstellungen über Wege zu einer friedlicheren Welt – darüber friedlich zu streiten lohnt jede Mühe – aber wir haben gemeinsame Auffassungen trotz aller Meinungsverschiedenheiten.

 

Moderne Waffensysteme zerstören effektiv, verkürzen Vorwarnzeiten und schalten menschliche Entscheidungen zugunsten automatisierter Systeme aus. Die Gefahr des Einsatzes von Atomwaffen ist trotz vieler Bemühungen nicht gebannt und bedroht die Existenz der Menschheit; deshalb müssen alle Massenvernichtungswaffen verboten werden. Die wachsende Zahl ziviler Opfer bei Kriegen ist eine der Hauptursachen für Flüchtlingsströme. Rüstung tötet auch ohne Krieg: Das Geld, das für Waffen ausgegeben wird, fehlt z. B. für Bildung, Sozialausgaben und Renten.

 

Wir wollen, dass Dülmen eine Stadt des Friedens im Naturpark Westliches Münsterland wird. Wir treten dafür ein, dass

• zwischen gegnerischen Nationen wieder Gespräche ohne Vorbedingungen aufgenommen werden;

• statt der Aufrüstungsspirale gegenseitige, gleichberechtigte Kontrollen von Standorten, Manövern und Truppenbewegungen erfolgen;

• dass durch Rüstungskontrollen und Gespräche wieder Vertrauen entsteht;

• dass bestehende Verträge zur Abrüstung wiederbelebt und neue Verträge ausgehandelt werden;

• zwischenstaatliche Konflikte durch Verhandlungen bearbeitet werden statt durch Drohungen.

 

Damit wird der Weg frei zum Abzug aller Waffen aus Dülmen.

 

Michael Stiels-Glenn, Friedensfreunde Dülmen