DFG-VK-Friedensfahrradtour 9.8.2017 - Bildergalerie

Impressionen von den Aktionen der Friedensradler_innen


Impression zur Einstimmung auf die Aktionen der Friedensradler _innen der DFG-VK NRW und der Friedensfreunde Dülmen

Der Pressesprecher der Friedensfreunde Dülmen, Michael Stils-Glenn, führt die 30-köpfige Radlergruppe an.

HINWEIS: alle Aktivitäten auch auf den Seiten Video und Presse:

9 Uhr:  Eine kleine Abordnung der Friedensfreunde Dülmen holt die DFG-VK Radlergruppe vom Campingplatz in Sythen ab.

10 Uhr: Ehrenfriedhof Hausdülmen:  Erläuterungen von Max Pfeiffer vom Stadtarchiv zur Geschichte des Kriegsgefangenenlagers an der Halterner Straße und Niederlegung eines gemeinsamen Blumengebindes der DFG-VK NRW und der Friedensfreunde Dülmen.

Fahrt vom Ehrenfriedhof Hausdülmen nach Dülmen

11 Uhr : Stand der Friedensfreunde Dülmen vor dem "Löwen"-Kriegerdenkmal - Herzliche Begrüßung durch die Dülmener Bürgermeisterin Lisa Stremlau, Joachim Schramm von der DFG-VK  sprach über die politischen Ziele der Radtour, Michael Stiels -Glenn machte kurze Anmerkungen zur besonderen Verbindung von Dülmen, dass zum Kriegsende schrecklich bombardiert wurde, mit den Städten Hiroshima und Nagasaki, Darbietung einer "Moritat" von den Friedensradlern der DFG-VK, Niederlegung eines gemeinsamen Kranzes von DGB, Friedensfreunden Dülmen und den Ratsfraktionen der SPD, Grünen und Linken, zum Gedenken an die Toten von Hiroshima und Nagasaki, Hamid Alhaw überbrachte eine Friedensbotschaft in arabischer und deutscher Sprache, zwischendurch spielte Hannan Mannan, ein junger kurdischer Musiker (Tambur) begleitet von Klaus Stegemann (Gitarre) Friedenslieder, ein deutsch-syrischer Kulturmix.

12 Uhr: vor den Toren der Tower Barracks in Dülmen -  Michael Stiels-Glenn gibt einige Erläuterungen ab, was im "Dülmen Army Depot" geschieht, anschließend ließen sich die Friedensradler der Teilnehmer auf Anregung von Joachim Schramm DFG -VK zu Boden fallen - ein "Dy-in". Ihre Umrisse wurden mit Kreide auf dem Asphalt gezeichnet, um zu zeigen, was passiert, wenn diese Waffen zum Einsatz kommen: Blut und Leichen!

Bild: DFG-VK NRW 09.08.2017
Bild: DFG-VK NRW 09.08.2017

14 Uhr: Ortskern Nottuln - Begrüßung der Friedensradler durch Robert Hülsbusch, Pressesprecher der Friedensinitiative Nottuln, Ansprache vom  Bürgermeister der Gemeinde Nottuln,  Heinz Böer, FI Nottuln und von Joachim Schramm, DFG-VK NRW

Robert Hülsbusch, Pressesprecher der Friedensinitiative Nottuln
Robert Hülsbusch, Pressesprecher der Friedensinitiative Nottuln
Heins Böer, Fridensinitiative Nottuln
Heins Böer, Fridensinitiative Nottuln
 Paul Leufke, Bürgermeister der Gemeinde Nottuln
Paul Leufke, Bürgermeister der Gemeinde Nottuln
Joachim Schramm, DFG-VK NRW
Joachim Schramm, DFG-VK NRW

Danke an Alle

Liebe Friedensfreund_innen,

wir wollen allen denen danken, die durch Ihre Initiative, Ihr Engagement und ihr Anpacken dazu beigetragen haben, die DFG-VK-Friedensfahrradtour 2017 auf ihrem Weg von Haltern nach Nottuln gut zu begleiten. Für die Friedensfreunde Dülmen geht ein arbeits- UND erlebnisreicher Tag zu Ende: Wir danken Barbara Witthaut für das Belegen von 50 Brötchen (wer das mal gemacht hat, der weiß, dass das kein Pappenstiel ist) und Thomas Reinert, der die Verpflegung mit angepackt und organisiert hat, obwohl er eine kranke Freundin ins Hospital begleiten musste. An Klaus Stegemann, Siegfried, Lothar und die anderen, die den Infostand am Löwen betreut haben, zusammen mit Hanan auch die Leute mit guter Musik und einer Begegnung der Kulturen unterhalten haben - und die hinterher, als die Karawane längst wieder unterwegs war, die undankbare Arbeit des Abbaus und der Reinigung übernommen haben, Siegfried, der zwischendurch den Kranz abgeholt hat - unseren Dank! Und dann Alina, die ihren Fernseher zur Verfügung gestellt hat, Gerd, Fabian und Lukas, die sich um die Musik-Downloads gekümmert hat, Gerd der auf der gesamten Tour immer wieder Videos gemacht hat, Martin Wissman, der die vielen Bilder in Scene gesetzt hat.... (Wir hoffen, wir haben niemanden vergessen! Es war einfach ein gutes Gefühl und wir sind stolz auf die Friedensfreunde) Ihr habt nicht nur dazu beigetragen, der Radtour ein guter Gastgeber zu sein; Ihr habt auch in der Öffentlichkeit gezeigt, wie die Friedensfreunde arbeiten. Das hat (glaube ich wenigstens) auch Lisa Stremlau beeindruckt, die ja die Atmosphäre am Mahnmal mitbekommen hat. Für die, die nicht dabei sein konnten, hier ein kurzer Bericht vom Tage: Das Wetter wurde besser, als Gerd, Penelope und ich die Radlergruppe auf dem Campingplatz in Sythen abholten. 20 Leute machten sich mit uns auf den Weg, darunter eine Gruppe von weißrussischen Friedensaktivisten. Der Fahrtweg war mit Luftballons gekennzeichnet, auf dem Ehrenfriedhof Hausdülmen erläuterte ein Vertreter des Stadtarchivs (Dr. Sudmann selbst war erkrankt) Details zur Geschichte des Kriegsgefangenenlagers an der Halterner Straße. Anschließend wurde ein gemeinsames Blumengebinde der dfg-vk nrw und der Friedensfreunde Dülmen niedergelegt. Hier stießen weitere Dülmener Radler zur Gruppe dazu, sodass wir kurz vor 11 Uhr mit 30 Leuten am Löwen ankamen. Dort präsentierten Klaus Stegemann (Gitarre) und Hannan Mannan (Tambur, nahöstliches Saiteninstrument) ein deutsch-syrisches Kulturmix, bei dem Hannan plötzlich das alte Antikriegslied "Sag mir, wo die Blumen sind" spielte, bei dem eine Reihe der 50 - 60 Anwesenden mitsangen.

Die Dülmener Bürgermeisterin, Lisa Stremlau, begrüßte die Friedensradler herzlich. Die Bedrohungen des Friedens sei durch die vielen internationalen Spannungen und die lokalen Konflikte bedroht. Es sei gut, wenn Bürger_innen sich aktiv für den Frieden einsetzen. Wir haben um Zusendung des Redetextes gebeten und werden ihn veröffentlichen. Joachim Schramm von der DFG-VK sprach über die politischen Ziele der Radtour, dann trugen die Friedensradler eine "Moritat" zur Melodie "Und der Haifisch, der hat Zähne" (Brecht/Weill) vor. Anschließend wurde ein gemeinsamer Kranz von DGB, Friedensfreunden und den Ratsfraktionen der SPD, Grünen und Linken niedergelegt. Michael Stiels-Glenn machte einige kurze Anmerkungen zur besonderen Verbindung von Dülmen, dass zum Kriegsende schrecklich bombardiert wurde, mit den Städten Hiroshima und Nagasaki, auch wenn sich das im Ausmaß überhaupt nicht vergleichen ließe. Hamid Alhaw überbrachte eine Friedensbotschaft in arabischer und deutscher Sprache, in der er den Dülmener Bürgern und den Deutschen dafür dankte, Flüchtlingen aufzunehmen. Er setzte sich sehr mit dem Begriff der Heimat auseinander, dem, was Flüchtlinge verloren haben, weil sie vor dem Krieg wegliefen und den Auswirkungen der Kriegsschrecken gerade auf die Kinder. Nach einem weiteren Lied fuhren die Radler weiter zu den Tower Barracks, wo Michael Stiels-Glenn einige Erläuterungen zu dem abgab, was im Dülmen Army Depot geschieht. Dann ließen sich auf Anregungen der dfg-vk die Teilnehmer zu Boden fallen - ein Dy-in! Ihre Umrisse wurden mit Kreide aus den Asphalt gezeichnet, um zu zeigen, was passiert, wenn diese Waffen zum Einsatz kommen: Blut und Leichen! Anschließend radelte die Gruppe über Buldern weiter nach Nottuln, wo sie ebenfalls vom stellvertr. Bürgermeister und von der FI Nottuln begrüßt wurden. Aus Dülmen waren bis Nottuln noch Fabian, Gerd, Siegfried, Penelope und Michael dabei, was die Nottulner sehr gefreut hat. Dort wurde überlegt, ob man nicht angesichts der vielen Aktivitäten im kommenden Jahr den "Ostermarsch Münsterland" wiederbeleben soll - das wäre ein riesiger Erfolg auch der Zusammenarbeit mehrerer Initiativen. Das Wetter war gut, die Stimmung entspannt und freundschaftlich, eine Wiederholung kann gern angedacht werden.

 

Zur Erinnerung: Wir Friedensfreunde treffen uns am Freitag, den 18. August 2017 um 18 Uhr im Kolpinghaus zu einer öffentlichen Sitzung, wo wir über die jüngsten Aktionen berichten und weitere Aktivitäten planen werden.

 

Mit herzlichem Gruß

Penelope Glenn, Michael Stiels Glenn

Friedensfreunde Dülmen